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GGL möchte Spielsucht von Beginn an verhindern

Die deutsche Glücksspielbehörde der Länder – kurz GGL – hat über eine Pressemitteilung bekannt gegeben, dass ein Schwerpunkt ihrer Arbeit die Verhinderung von Glücksspielsucht sein wird. Um das zu erreichen, wurden neue Ideen entwickelt und die Zusammenarbeit mit Experten und Glücksspielanbietern soll verstärkt werden. Zudem ist der Behörde der Jugendschutz extrem wichtig.

Eine animierte Hand klickt auf einen blauen Button mit der Aufschrift Information.

Die deutsche Aufsichtsbehörde setzt auf detaillierte Information und möchte ein Spielsuchtfrüherkennungs-System installieren. (©geralt/Pixabay)

GGL setzt drei Handlungsschwerpunkte fest

Am 25.3.2022 haben sich die Vorstände der GGL sowie die Länderkoordinatoren zusammengesetzt und über das künftige Vorgehen der Behörde diskutiert. Im Rahmen der Zusammenkunft wurden drei Schwerpunkte für die Zukunft festgelegt:

  • Entwicklung eines zentralen Beschwerdemanagements/Hinweisgebersystem
  • Spielsuchtfrüherkennung
  • Aufklärung und Information

Der aktuelle Vorstand Roland Benter hat in der Pressemitteilung zu verstehen gegeben, dass die Aufsichtsbehörde für die Regulierung des länderübergreifenden Glücksspiels verantwortlich ist. Zudem sei die GGL für Industrie und Spieler da. Deshalb möchte die Aufsichtsbehörde dafür sorgen, dass alle Glücksspielanbieter alle Regeln und Vorschriften einhalten werden, um ein sicheres Spielen zu gewährleisten.

Der Glücksspielbehörde zufolge könnte der Spielerschutz gesichert werden, in dem ein Hinweisgebersystem eingerichtet wird. Über dieses können der GGL auffällige Aktivitäten gemeldet werden. Hierbei handelt es sich um Unregelmäßigkeiten bei legalen Anbietern, aber auch illegale Angebote können über dieses System gemeldet werden. Die Meldung erfolgt direkt über die Homepage der GGL. Die GGL nutzt diese Informationen, um beispielsweise automatisierte Analysen durchzuführen oder um Untersagungsverfahren oder sogar Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einzuleiten.

Spielsuchtfrüherkennung wird weiterentwickelt

Ein weiterer Schwerpunkt der GGL bezieht sich auf die Verhinderung von Spielsucht. Diese könnte laut GGL verhindert werden, indem eine Früherkennung stattfindet. So möchte die Aufsichtsbehörde unter anderem feststellen, ob die im Deutschen Glücksspielstaatsvertrag festgesetzten Sicherheitsmaßnahmen ausreichen, um eine Spielsucht zu verhindern. Zusätzlich sollen die Länder einbezogen werden: Diese erhalten Forschungsaufträge, um vor Ort feststellen zu können, ob die Regeln eingehalten werden und ob diese überhaupt wirken. Dank dieser Informationen möchte die GGL neue Regeln festsetzen, falls diese einen besseren Schutz bieten.

Bezüglich einer Spielsuchtfrüherkennung möchte die GGL mit zahlreichen Experten zusammenarbeiten. Mit solch einer Zusammenarbeit soll ein Früherkennungssystem entstehen, mit dem jede Spielsucht von Beginn an verhindert wird. Die so entwickelten Standards sollen anbieterübergreifend gelten und auf wissenschaftlichen Daten beruhen. Eventuell müssen die Vorschriften des Deutschen Glücksspielstaatsvertrages erneut geändert werden, damit eine Früherkennung überhaupt funktioniert.

Informationsdienst wird ausgeweitet

Ein weiterer Punkt, der bei der GGL ansteht, ist die erweiterte Information. Diese erfolgt über die Internetseite der GGL und soll zum Beispiel alle Glücksspielanbieter detailliert über die Lizenzbedingungen informieren. So kann sich jeder Glücksspielkonzern vorab informieren, ob er in der Lage wäre, die Vorschriften zu beachten und zu erfüllen. Somit werden keine unnötigen Anträge abgegeben und jede Seite spart Arbeit und Zeit. Selbstverständlich können Glücksspielanbieter ihr Angebot auf die aktuellen Lizenzbedingungen anpassen und anschließend einen Antrag auf Erteilung einer Lizenz stellen.

Zugleich wird es möglich sein, dass sich die Anbieter beraten lassen. Auch das zählt zur Aufgabe der GGL und kann damit verhindern, dass riskante Angebote und Spiele unterbreitet werden. Über eine Beratung erhalten die Anbieter ebenfalls zahlreiche Informationen und Tipps, wie sie die Regeln umsetzen können. Dank dieser Informationen sind Anbieter in der Lage, die geplante Spielsuchtfrüherkennung in das eigene Online-Casino einzubinden. Immerhin kann eine Früherkennung nur erfolgreich sein, wenn alle an einem Strang ziehen und so jeden einzelnen Spieler schützen. Der GGL ist jedoch auch klar, dass der Spieler selbst einbezogen werden muss.

GGL möchte sich künftig direkt an die Spieler wenden

Um auch die Spieler auf die Risiken der Glücksspiele aufmerksam zu machen, möchte die GGL künftig in einen direkten Kontakt mit den Spielern treten. So sollen die Spieler ausreichend aufgeklärt werden, um alle Risiken der einzelnen Spiele besser abschätzen zu können. Die Spieler müssen aber auch über alle Schutzmaßnahmen aufgeklärt werden, damit sie diese sinnvoll nutzen. Die besten Sicherheitsideen bringen keinen Erfolg, wenn die Spieler zu diesen aufgrund fehlender Kenntnisse nicht zugreifen. So besteht lediglich die Gefahr, dass die Maßnahmen als Schikane betrachtet werden.

Einen direkten Kontakt mit den Spielern plant die Behörde über Social Media Kanäle. Bis jetzt gibt es die kostenlose Hotline BZgA: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Diese Zentrale bietet eine Hotline, um über die Risiken des Glücksspiels aufzuklären. Wer diese Hotline nutzt, erhält bereits wichtige Details, um bei sich eine Spielsucht erkennen und beheben zu können. Aufgrund des bisherigen Erfolgs der Hotline möchte sich die GGL darum bemühen, dass diese Hotline weiter angeboten wird.

Es gibt aber ein drittes Hilfsangebot, falls jemand eine Spielsucht entwickelt hat: Die Internetseite bundesweit-gegen-glücksspielsucht.de steht den Betroffenen als auch deren Angehörigen zur Verfügung. Kann die GGL ihre eigenen Pläne umsetzen, hätten die Spieler künftig drei Möglichkeiten, sich zu informieren: Die kostenlose Hotline, die eben erwähnte Website und den direkten Kontakt zur GGL über soziale Kanäle. Weiterführende Informationen wurden von der GGL diesbezüglich nicht bekannt gegeben.

GGL erst ab nächstem Jahr tätig

Obwohl die Deutsche Glücksspielaufsichtsbehörde bereits ins Leben gerufen wurde, ist sie noch nicht aktiv. Sie nimmt ihre Arbeit erst zum ersten Januar 2023 auf. Zumindest hat die Behörde bis jetzt noch keine Lizenz vergeben, weshalb im Moment noch die Länder dafür zuständig sind, Lizenzen zu vergeben. Hierbei reagieren die Länder gänzlich unterschiedlich. Thüringen hat sich zum Beispiel dafür entschieden, sich selbst eine Lizenz zu geben. Somit dürfen in diesem Bundesland keine privaten Anbieter ihre Glücksspiele präsentieren.

Sollten die Länder einem privaten Glücksspielanbieter eine Lizenz erteilen, so wird dieser in die Whitelist der Glücksspielbehörde aufgenommen. Derzeit befindet sich auf dieser Liste noch kein einziges Glücksspielunternehmen. Lediglich staatliche Lotteriegesellschaften und einige Sportwettenanbieter wurden in die Liste aufgenommen. Auch gewerbliche Spielvermittler und Klassenlotterien befinden sich auf der Liste. Wann die ersten Glücksspielanbieter aufgenommen werden, kann mit Spannung erwartet werden. Dann jedoch werden sie in die Kategorien Virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele unterteilt.

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Der Beitrag wurde am 7.4.2022 in dem Magazin von cpaws-ov.org unter den Schlagwörtern , , veröffentlicht.
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