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Jahresrückblick: UKGC hat 2021 mehr Verstöße als sonst ausgesprochen

2021 war anscheinend das Jahr der Wettbewerbe: Welche Glücksspielaufsicht hat die meisten Strafen ausgesprochen? Einer neuen Meldung zufolge hat die UKGC in diesem Jahr wesentlich mehr Strafen ausgesprochen als im letzten Jahr. Aber auch die schwedische Glücksspielaufsicht hat relativ viele Verstöße geahndet.

Ein Gerichts-Holzhammer liegt neben einem hölzernen Euro.

Die UKGC hat im Jahr 2021 mehr als 30 Millionen Euro an Strafen ausgesprochen. Hauptsächlich handelte es sich um Verstöße gegen Spielersicherheit und Geldwäsche. (©succo/Pixabay)

UKGC hat mehr als 30 Millionen Pfund eingenommen

Einer aktuellen Meldung zufolge hat die UKGC so viele Strafen ausgesprochen, dass sie hierdurch 32,1 Millionen Pfund einnahm. Diese Summe verteilt sich auf nur 15 Glücksspielanbieter. Somit hat im Schnitt jeder betroffene Glücksspielanbieter zwei Millionen Pfund Strafe bezahlt. Doch wen hat es eigentlich getroffen? Und was genau waren die Verstöße, die durchgeführt wurden? Bei solch hohen Summen kann es sich nicht um leichte Verstöße gehandelt haben. Das wird über den aktuellen Bericht der UKGC auch klar. Denn scheinbar handelte es sich vorrangig um Spielerschutz und Anti-Geldwäsche-Verstöße.

Aus diesem Bericht geht auch klar hervor, dass die Verstöße nicht zufällig entdeckt worden sind. Vielmehr konnten sie ermittelt werden, da die UKGC mehrere Überprüfungen durchführte. Hierbei wurden sowohl Online Casinos als auch landbasierte Spielstätten überprüft. Bei all dem wurde ein Problem ermittelt: Die meisten Verstöße lagen im Bereich der Geldwäsche vor. Das eigentliche Problem hierbei liegt darin, dass die meisten Glücksspielanbieter ihre Verantwortung auf Dritte abwälzen möchten. So wäre es den Glücksspielkonzernen nicht bewusst gewesen, dass sie selbst folgende Überprüfungen vornehmen müssen:

Werden zu hohe Summen eingezahlt und tritt ein Spieler zu oft in Erscheinung – und zwar mit hohen Einzahlungen – so muss eigentlich herausgefunden werden, woher dieses Geld kommt. Nur wenn die Quelle bekannt ist, wird auch eine Überschuldung verhindert. Deshalb geht es bei der Überprüfung nicht immer nur um die Verhinderung von Geldwäsche.

Detaillierte Ergebnisse der Verstöße

Es gibt auch Glücksspielanbieter, die aus anderen Gründen gegen die Anti-Geldwäsche-Vorschriften verstoßen haben. Einigen Konzernen wäre bewusst gewesen, dass das Geld von kriminellen Organisationen stammt. Trotzdem durften diese Einsätze getätigt werden. Die UKGC hat jedoch auch festgestellt, dass sie falsche Begründungen der Spieler nicht überprüft haben. Manch ein Spieler hat wohl behauptet, dass das eingesetzte Geld von früheren Glückssträhnen stammt. Das wurde aber nicht überprüft.

Ebenso haben einige Glücksspielanbieter nicht reagiert, als Kunden zu hohe Summen eingezahlt und diese auch verloren haben. Eine Überprüfung hätte jedoch durchgeführt werden müssen, und zwar um die Spielersicherheit zu wahren. Von all diesen Verstößen ist der CEO der UKGC nicht begeistert. Es zeigt sich, dass immer wieder die gleichen Probleme vorhanden sind, wenn die Glücksspielanbieter die Vorschriften des Glücksspielgesetzes umsetzen müssen. Derzeit kann nicht abgeschätzt werden, ob es nicht einfach ist, die Vorschriften umzusetzen oder der Wille hierzu fehlt. Grundsätzlich sollte es immer abgeklärt werden, wenn ein und das gleiche Problem öfter vorkommt.

Geldstrafen und Lizenzentzug

Abgesehen von den oben erwähnten Geldstrafen musste die UKGC auch Lizenzen für einen vorübergehenden Zeitraum entziehen. Nur einmal jedoch kam es vor, dass eine Lizenz für immer entzogen wurde. Auch diese Maßnahmen deuten darauf hin, dass die Verstöße entsprechend schlimm ausfielen. In der Regel wird die Lizenz erst entzogen, wenn eine Geldstrafe nicht fruchtet und der Glücksspielanbieter weiterhin gegen die Vorschriften verstößt. Somit trifft es keinen Anbieter unvorbereitet, wenn die Lizenz entzogen wird.

Die UKGC hofft natürlich, dass in Zukunft nicht mehr so viele Verstöße festgestellt werden. Um das zu verhindern, sollte eventuell analysiert werden, wie die Verstöße überhaupt zustande kommen. Wenn mehrere Anbieter der Meinung sind, dass zum Beispiel Kreditinstitute die Überprüfung durchführen müssen, dann könnten auch die Vorschriften nicht eindeutig genug sein. Auf der anderen Seite befürchtet die britische Glücksspielbehörde, dass die Corona-Pandemie zumindest bei den ortsansässigen Casinos schuld war, dass diese mit der Umsetzung des Glücksspielgesetzes Schwierigkeiten hatten.

Andererseits weist der CEO der UKGC darauf hin, dass ausreichend Technologien vorhanden wären, um die Vorschriften des Gesetzes einzuhalten. Auch aus dieser Sicht ermahnt er nach der Veröffentlichung des Compliance-Berichtes alle Glücksspielanbieter, dass diese in Zukunft alle Regeln einhalten.

Schwedens Glücksspielaufsicht gleichermaßen streng

Welche Casinos von UKGC mit einer Strafe belegt wurden, lässt sich dem Compliance Bericht nicht entnehmen. Anders sieht es bei der schwedischen Glücksspielaufsicht aus. In diesem Jahr gab es mehrere Meldungen, welches Casino von der Glücksspielbehörde bestraft wurde. So traf es unter anderem in diesem Jahr Mr Green. Dieser Konzern musste immerhin drei Millionen Euro bezahlen. Ähnlich wie in Großbritannien wurden Verstöße gegen die Spielersicherheit und Geldwäsche-Prävention ermittelt. Und wie in Großbritannien konnten die gleichen Probleme in diesem Zusammenhang erkannt werden.

Ein Beispiel verdeutlicht dies: Ein Spieler hat bei Mr Green 3,8 Millionen Euro eingezahlt. Der Glücksspielkonzern hat scheinbar nicht überprüft, wo das Geld herkam. Zwar hatte dieser Spieler das Glück, nur ein Zehntel des eingesetzten Betrages zu verlieren. Trotzdem hat Mr Green in keiner Weise die Vorschriften eingehalten. Wer so hohe Beträge setzt, muss auf jeden Fall überprüft werden. Das allein hat nicht zu der hohen Geldstrafe geführt. Mr Green hat sich weitere Vorfälle anrechnen lassen müssen.

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Der Beitrag wurde am 15.12.2021 in dem Magazin von cpaws-ov.org unter den Schlagwörtern , , , , , , veröffentlicht.
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