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Macau: Glücksspielregeln sollen verschärft werden

Macau stellt zweifelsohne eine starke Konkurrenz für Las Vegas dar. Diese Glücksspielmetropole legte in den letzten Jahren einen riesigen Aufschwung hin, weshalb sogar in den USA ansässige Glücksspielkonzerne ihre Geschäfte nach Asien verlagerten. Das trifft zum Beispiel auf Sands zu. Doch nun verraten die neuesten News, dass für Macau die Glücksspielregeln verschärft werden sollen. Das könnte den Aufschwung verlangsamen.

Macau bei Nacht mit dem berühmten Turm in der Mitte.

Die Regierung plant zusammen mit der chinesischen Aufsichtsbehörde neuere Regeln für Glücksspiele. Hiervon könnten ausländische Glücksspielanbieter negativ betroffen sein. (©AndyLeungHK/Pixabay)

Laut Finanzbehörde wird neu über Lizenzbedingungen verhandelt

Die Finanzbehörde hat diese Woche veröffentlicht, dass eine 45-tägige Beratung beginnt. Fokus der Beratung sind die Glücksspielregeln und die Lizenzbedingungen. Laut Minister Lei Wai Nong sollen Defizite ermittelt und Lösungen hierfür gesucht werden. Allzu viele Details wurden nicht bekanntgegeben. Lediglich die Stichworte Mitarbeiterschutz und verschärfte Kontrollen sind gefallen. Zudem sollen die Lizenzbedingungen neu definiert und geändert werden. Höchstwahrscheinlich werden diese nicht zugunsten der Glücksspielbetreiber ausfallen.

Die Börse reagierte bereits auf diese Neuigkeiten, weshalb die Aktienwerte einiger Glücksspielkonzerne abfielen. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass die meisten mit Verschärfungen der Lizenzbedingungen rechnen, die sich negativ auf die Gesellschaften auswirken. Die Frage ist, ob alle Glücksspielkonzerne die neuen Vorgaben erfüllen können. Das liegt daran, dass Minister Lei äußerte: Die Regierung hat keine spezifischen Vorgaben bezüglich der Anzahl der Glücksspiellizenzen angegeben. Der Markt soll aber nicht unkontrolliert wachsen. Auf der anderen Seite benötigt der Staat eine gewisse Anzahl von Casinos, um ausreichend Steuern einzunehmen.

Weitere Befürchtungen führten dazu, dass die Aktien von ausländischen Glücksspielanbietern nach unten fielen. Finanzexperten zufolge könnte die Anzahl der Lizenzen für ausländische Glücksspielanbieter reduziert werden. So könnten mehr einheimische Unternehmen zum Zug kommen.

Amerikanische Glücksspielanbieter ebenfalls von Kursabfall betroffen

Sands hat bereits seit Jahren den Plan, mehr in den asiatischen Markt zu expandieren. Auch dieses Unternehmen sieht den asiatischen Markt als starke Konkurrenz für Las Vegas an, weshalb dieses Unternehmen seine Immobilien in den USA verkauften. Mit dem Erlös investierte Sands in Asien, unter anderem ist der Konzern in Macau vertreten. Nach der neuesten Meldung fielen auch die Aktien von Sands ab, und zwar um 28 Prozent. Einen weiteren amerikanischen Glücksspielanbieter traf es noch schlimmer: die Aktien von Wynns verloren sogar mehr als ein Drittel ihres Wertes.

Weitere Glücksspielkonzerne aus den USA hatten mehr Glück. So verlor die Tochtergesellschaft von MGM nur 15 Prozent. Zwischen 13 und 17 Prozent gingen die Aktien anderer Konzerne nach unten. Diese Zahlen treffen zum Beispiel auf Galaxy Entertainment zu. So gering sich die Zahlen auch anhören, so hoch ist der dahinter stehende Verlust: Insgesamt 15 Milliarden US-Dollar wurden aufgrund der Kursrückgänge als Verlust ermittelt.

Spielautomaten in Macau erhalten Uhr

Zusätzlich zu den Beratungen, ob und wie die Lizenzbestimmungen in Macau geändert werden sollen, gibt es eine weitere Meldung: Alle Spielautomaten in Macao sollen mit einer Uhr ausgestattet werden. Dies nicht etwa deshalb, damit die Spieler immer wissen, wie spät es ist und somit keine Termine mehr verpassen. Nein, es gibt einen anderen Grund: Die Spieler sollen aufgrund der Uhrzeit wissen, wie lange sie bereits spielen. Das würden die Spieler laut der chinesischen Glücksspielbehörde keinesfalls beachten.

Nun soll eine blinkende Uhr auf den Beginn des Spiels aufmerksam machen. Zusätzlich blinkt die Uhr alle zehn Minuten, damit die Spieler einen Überblick über die bereits abgelaufene Spielzeit erhalten. Ob sich die Spieler dafür interessieren, wird erst die Zukunft zeigen. Bei neuen Spielautomaten muss die Uhr automatisch installiert werden. Bei bestehenden Geräten haben die Hersteller eine Frist bis zum Jahr 2024. Bis dahin müssen alle Spielautomaten mit dieser Uhr ausgestattet worden sein.

Doch wo soll die Uhr platziert werden? Auch das wurde bereits beschlossen und als gute Position wurde die untere rechte Ecke definiert. Abgesehen hiervon hat die Regierung zusätzlich beschlossen, dass die Spielautomaten keine Funktionen mehr haben dürfen, die das Spiel beeinflussen könnten. Erneut wurden keine näheren Details bekannt. Experten gehen davon aus, dass die beliebte Stop-Taste und die Auto-Play Funktion gemeint sind.

Neue Regeln sind das Gegenteil der bisherigen Standards

Bisher hatten die Spielstätten bewusst darauf verzichtet, in ihren Räumlichkeiten eine Uhr aufzuhängen. Ebenfalls werden die meisten Casinos – zumindest in Las Vegas und Macau – nicht mit Fenstern ausgestattet. Die Befürchtung lag darin, dass die Spieler so auf die Spielzeit achten und ihre Spielzeit in der Spielstätte bewusst verkürzen. Somit soll die eingebaute Uhr in den Spielautomaten nun das Gegenteil erreichen. Die chinesische Glücksspielbehörde hat auf den Punkt gebracht, dass der Zweck einer Uhr auf dem Spielautomaten die Förderung des verantwortungsvollen Spielens ist.

Es kann jedoch angezweifelt werden, dass sich die Spieler auf die Uhr konzentrieren. Zum Einen sind sie es aufgrund der bisher fehlenden Uhr nicht gewohnt und auf der anderen Seite sehen die Spieler auf das Geschehen auf dem Automaten. Auf eine kleine blinkende Uhr in der unteren rechten Seite wird wohl kaum jemand achten.

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Der Beitrag wurde am 27.9.2021 in dem Magazin von cpaws-ov.org unter den Schlagwörtern , , , , , veröffentlicht.
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