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UKGC spricht erneut Millionenstrafe gegen Glücksspielanbieter aus

Es sind erst ein paar Tage vergangen, als bekannt wurde, dass die britische Glücksspielaufsichtsbehörde eine Geldstrafe in Höhe von knapp 10 Millionen GBP aussprach. Nun gibt es eine weitere Meldung, dass erneut ein Glücksspielanbieter abgestraft wurde. Dieser kann sich eigentlich freuen, da sich die Strafe nur auf knapp 1,2 Millionen GBP beläuft. Welches Vergehen der Anbieter begangen hat, möchten wir jetzt verraten.

Auf blauem Hintergrund steht das Wort Bonus und weiße Sterne.

Sky Bet muss eine Geldstrafe von 1,17 Millionen GBP begleichen. Als Vergehen wird dem Unternehmen vorgeworfen, dass es gesperrten Spielern Freispiele versprach. (©Elf-Moondance/Pixabay)

Sky Bet hat Werbevorschriften nicht eingehalten

Die Geldstrafe wurde gegen den Online Buchmacher und Anbieter von Casinospielen Sky Betting and Gaming ausgesprochen. Dieser Anbieter ist auch unter dem Begriff Sky Bet bekannt. Diesem wird von der UKGC vorgeworfen, dass es gegen die geltenden Werbevorschriften verstoßen hat. Die Summe der Geldstrafe zeigt deutlich, dass es sich keinesfalls um ein mildes Vergehen handelt. Dem offiziellen Bericht des CEO der UKGC, Andrew Rhodes, kann entnommen werden, dass es sich um ein soziales Vergehen handelt.

Sky Bet hat knapp 42.000 Spielern eine Werbenachricht zukommen lassen, obwohl sich diese Spieler selbst vom Glücksspiel ausgeschlossen haben. In Großbritannien ist es verboten, an selbst ausgeschlossene Spieler eine Werbemail zu schicken, da diese damit nur einen Anreiz erhalten, erneut mit dem Spielen zu beginnen. Genau das möchten die Spieler aber nicht, sonst hätten sie sich nicht selbst gesperrt. Rhodes sieht es so, dass die selbst gesperrten Spieler durch das Spielen einen finanziellen Schaden erleiden könnten, weshalb sie das Bedürfnis hatten, sich auszuschließen. Aus diesem Grund dürfen aufgrund der britischen Lizenzbedingungen keine Werbenachrichten an diese Spieler geschickt werden.

Weitere Spielergruppe erhielt gleiche Werbung

Die Werbung, die an gesperrte Spieler geschickt wurde, ging ebenfalls an Spieler, die sich von Werbung ausgeschlossen haben. Hierbei handelt es sich zwar nicht um eine Spielergruppe, die vom Spielen grundsätzlich ausgeschlossen ist. Trotzdem handelt es sich um eine Personengruppe, die sich davor schützen möchte, aufgrund von Boni mehr zu spielen. Genau dieses Ziel hatte der angebotene Bonus jedoch.

Sky Bet hat den Spielern angeboten, dass sie 100 Freispiele erhalten, wenn sie 5 GBP setzen. Knapp 250.000 Spieler erhielten diese Werbung – zusätzlich zu den gesperrten Spielern. Für die UKGC wiegt beides als schwerer Verstoß, weshalb die Zahlung von 1,17 GBP angesetzt wurde. Zugleich versteht die britische Glücksspielaufsichtsbehörde die verhängte Strafe als Warnung an alle, sich an die Lizenzbedingungen zu halten und keinesfalls ähnlich zu handeln.

Im Vergleich zum letzten Fall wurde eine geringe Summe angesetzt. 888 traf es härter, da dieser Glücksspielanbieter knapp 10 Millionen GBP zahlen muss. Das liegt daran, weil der Glücksspielanbieter 888 ermöglichte, dass Spieler zu viel Geld einzahlen konnten und zu viel Geld verlieren konnten. Somit ging 888 einen Schritt weiter, während Sky Bet über den angebotenen Boni die Grundlage zum Spielen bietet.

Strafe hätte höher ausfallen können

Rhodes macht in seiner öffentlichen Stellungnahme klar, dass die Strafe auch höher hätte ausfallen können. Der Grund, weshalb die Strafe nicht höher ausfiel, liegt darin, dass es keinem gesperrten Spieler bei Sky Bet möglich war, zu spielen. Somit hat der Glücksspielanbieter eine eigene Sperre installiert, aufgrund derer gesperrte Spieler nicht spielen können – trotz dem angebotenen Bonus. Zugleich hat Sky Bet versprochen, dass es zu keiner Wiederholung kommen wird und hat hierzu bereits Maßnahmen vorgelegt.

Um welche Maßnahmen es sich handelt, wurde in der Pressemeldung nicht veröffentlicht. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die UKGC die vorgeschlagenen oder bereits installierten Maßnahmen akzeptiert, sonst wäre die Strafe in der Tat noch höher ausgefallen. Ferner wurde in der Bekanntmachung über die aktuelle Strafe nicht verraten, ob die betroffenen Spieler direkt bei Sky Bet oder in einer allgemeinen Sperrdatei gemeldet sind. In Großbritannien gilt jedoch die Vorschrift, dass ein Glücksspielanbieter nicht nur dann keine Werbung verschicken darf, wenn der Spieler bei ihm gesperrt ist. Es muss vor dem Angebot mit einem Bonus überprüft werden, ob der Spieler bei Gamban oder GAMSTOP registriert ist.

GAMSTOP begeistert über hohe Neuanmeldungen

Für die Glücksspielanbieter mag es keine leichte Arbeit sein, alle Spieler zu identifizieren, die sich selbst gesperrt haben. Der Betreiber der Sperrdatei GAMSTOP hat Anfang dieses Monats bekannt gegeben, dass die Neuanmeldungen im letzten Jahr stark angestiegen sind. So haben sich im Jahr 2021 knapp 30 Prozent mehr Spieler für einen Selbstausschluss entschieden – im Vergleich zum Jahr 2020. Die Hälfte der selbst gesperrten Spieler haben die Chance genutzt und die längste Laufzeit der Sperre genutzt: 5 Jahre.

Weshalb sich immer mehr Spieler selbst schützen und vor dem Glücksspiel im Internet aussperren, ist nicht bekannt. Hierzu kann auch GAMSTOP keine Angaben machen, wobei einige Gerüchte existieren. Die steigende der Zahl der gesperrten Spieler zeigt jedoch deutlich, wie wichtig vielen der eigene Schutz ist. Deshalb hat sich die UKGC auch für eine relativ hohe Strafe entschieden, um den Willen der Spieler zu verdeutlichen und weiterhin zu schützen.

Sky Bet gehört zu Flutter Entertainment

Der Glücksspielanbieter Sky Bet wurde im Jahr 2001 gegründet und hat seinen Sitz in Großbritannien. Zudem zählt Sky Bet zu Flutter Entertainment. Das war aber nicht immer so: 2015 verkaufte Sky 80 Prozent seines Unternehmens an CVC Capital Partners. Drei Jahre später wurde Sky Betting & Gaming an The Stars Group verkauft, die wiederum von Flutter übernommen wurde.

Das Sportwettenangebot von Sky Bet ist aber nicht nur in Großbritannien erreichbar. Vielmehr können auch deutsche, italienische und österreichische Fans von Online Sportwetten ebenfalls bei Sky Bet Wetten platzieren. Es muss hierbei beachtet werden, dass dieses Angebot nicht über den Namen Sky Bet verfügbar ist: Für die soeben drei erwähnten Länder wurde das Online Casino in PokerStars Sport umfirmiert.

Für deutsche Spieler bietet das Online Casino gemäß deutschem Glücksspielstaatsvertrag nur Spielautomaten an. Dieses Vorgehen ist für Sky Bet nicht ungewöhnlich, da grundsätzlich viele Online Plattformen existieren, die eindeutig auf das Hauptspiel hinweisen: Sky Vegas, Sky Casino, Sky Poker und Sky Bingo. Wirklich sichere Anbieter mit gutem Angebot finden sich in unserem Online Casino Vergleich.

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Der Beitrag wurde am 21.3.2022 in dem Magazin von cpaws-ov.org unter den Schlagwörtern , veröffentlicht.
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